Obwohl einige Musizierende mit den Jahren geändert haben, wird die schöne Tradition Jahr für Jahr erfolgreich weiter geführt. Auch diesmal standen acht wunderschöne Instrumente im Chor der reformierten Kirche in Oberentfelden. Sie waren bestückt mit beliebten ...
Obwohl einige Musizierende mit den Jahren geändert haben, wird die schöne Tradition Jahr für Jahr erfolgreich weiter geführt. Auch diesmal standen acht wunderschöne Instrumente im Chor der reformierten Kirche in Oberentfelden. Sie waren bestückt mit beliebten Melodien aus Unterhaltung und Klassik, dargeboten von leidenschaftlichen Drehorgelleuten.
st. Auch diesmal war vor allem Lorenz Mathys aus Schöftland die treibende Kraft in der Organisation des Drehorgelkonzertes in der reformierten Kirche Oberentfelden. Allerdings musste er sich mit seinem Instrument abmühen. In all den Jahren ist es noch nie passiert, dass während des Konzertes ein Instrument einen Defekt aufwies. Aber bei den Vorproben blieb im Instrument von Lorenz Mathys ein Ton hängen und heulte ungebremst vor sich hin. Dank Thomas Schumacher aus Lyssach, einem Experten, konnte der Schaden behoben werden. Zuversichtlich und guter Dinge spielte alsdann Mathys seine «Elisabethen Serenade» (fast) fehlerfrei, bis auf den letzten Ton, der hängen blieb und jämmerlich heulte… . Für den zweiten Teil lieh er sich dann vorsichtshalber das Instrument von Heidi Hunziker, welches einmal im Besitz von Heidi Steiger war, jener Person, welche das Drehorgelkonzert damals ins Leben rief.
Konzentration und Konstanz
Wer sich in einem Drehorgelkonzert nicht allein den lieblichen, lüpfigen oder besinnlichen Klängen hingibt, sondern die Drehorgelleute während des Spiels beobachtet, stellt fest, dass diese sehr konzentriert an der Kurbel drehen. Sie müssen – dem Stück entsprechend – eine bestimmte Geschwindigkeit beibehalten, von Anfang bis zum Ende. Zudem werden bei einigen Orgeln verschiedene Register gezogen, um die gesamte Klangfülle, die in den gelochten Bändern steckt, zu produzieren. Auch wenn die Orgelleute meist wunderschön angezogen, teils auch «behütet» sind und stets ein Lächeln auf den Lippen haben, steckt Knochenarbeit in ihrem Spiel. Das Publikum vom Bettagabend war jedenfalls begeistert.
Insgesamt 16 beliebte Kompositionen waren zu hören, harmonisch beschwingt. Die Pause wurde dazu benutzt, die Bänder zu wechseln, sodass auch im zweite Teil das Konzert vielfältig und spannend wurde. Als Zugabe erklang das besinnliche «Hallelujah» von Händel.