Räte und Verwaltungsangestellte von sieben Suhren- und Ruedertaler Gemeinden massen sich beim zum 43. Obersuhrentaler Gemeinderatsschiessen in Moosleerau.
aw. Nachdem das Schützenhaus für den Schiesssport nicht mehr zur Verfügung stand, organisierte die ...
Räte und Verwaltungsangestellte von sieben Suhren- und Ruedertaler Gemeinden massen sich beim zum 43. Obersuhrentaler Gemeinderatsschiessen in Moosleerau.
aw. Nachdem das Schützenhaus für den Schiesssport nicht mehr zur Verfügung stand, organisierte die gastgebende Gemeinde Moosleerau mit Armbrust, Blasrohr und Bogen drei Schiessdisziplinen für ihre Gäste aus Kirchleerau, Reitnau, Schöftland, Staffelbach, Schlossrued, Schmiedrued und Wiliberg.
Die Spielregeln gab Gemeindeammann Francisco Baños vor: «Jede Schützin und jeder Schütze hat drei Probeschüsse, die fünf weiteren werden gewertet, der Durchschnitt zählt für das Gesamtergebnis.» Am treffsichersten erwies sich die Nachbargemeinde Kirchleerau. Wiliberg und Schöftland folgten auf den Rängen zwei und drei. Gastgeber Moosleerau blieb nur der «undankbare» vierte Platz. Das Spannen des Bogens erforderte Kraft, das Zielen mit dem Blasrohr war ungewohnt und die Zielscheibe beim Armbrustschiessen drei Meter entfernt. Etliche Pfeile schossen über das Ziel hinaus.
Unkonventioneller Plausch
Damit die Räte in ihrer Arbeit nicht so oft übers Ziel hinausschiessen, erfanden die Gründer des Obersuhrentaler Gemeinderatsschiessens diesen Anlass. Den Namen beliess man auch, als Schöftland und die beiden Ruedertaler Gemeinden neu hinzukamen. Der unkonventionelle Plausch dient zum gegenseitigen Kennenlernen – für neue Gemeinderäte und Verwaltungsangestellte ein Muss, nicht umsonst sind auch Gemeindeschreiber, Finanzleiter eingeladen. Der erweiterte Kreis ermöglicht es, noch gezielter über den Gemeindetellerrand hinauszublicken. Politische Entscheidungen wurden auch hinter vorgehaltener Hand nicht gefällt. Dafür stand die Kontaktaufnahme mit Ratskollegen, die das gleiche Ressort betreuen im Vordergrund.
Mit kulinarischem Ausklang
«Die drei Disziplinen erwiesen sich als gute Alternative zum Sturmgewehr», so ein langjähriger Gemeindeammann. Bei Burger, Salaten und Dessert von «Gaumenglück Catering Uerkheim» gerieten die Schiessübungen fast schon wieder in Vergessenheit. Gescherzt und gelacht wurde beim kulinarischen Teil ausgiebig, obwohl es in der Ratsarbeit manchmal wenig zu lachen gibt.