Noch bis zum 14. September dauert die traditionelle Herbstausstellung im Weberei- und Heimatmuseum Ruedertal in Schmiedrued. Zu Gast sind Claudia Maurer aus Unterentfelden mit ihren Acrylcollagen sowie Elvira Schmed aus Pfeffikon mit Bildern und Skulpturen. Die beiden Künstlerinnen ...
Noch bis zum 14. September dauert die traditionelle Herbstausstellung im Weberei- und Heimatmuseum Ruedertal in Schmiedrued. Zu Gast sind Claudia Maurer aus Unterentfelden mit ihren Acrylcollagen sowie Elvira Schmed aus Pfeffikon mit Bildern und Skulpturen. Die beiden Künstlerinnen arbeiten grundverschieden, aber die Werke sorgen gleichermassen für Spannung und bunte Vielfalt.
st. Zur Vernissage im Weberei- und Heimatmuseuem Ruedertal in Schmiedrued erschienen zahlreiche Gäste aus der ganzen Region. Auf sie wartete ein vielseitig kultureller Abend mit Bildern, Statuen, Skulpturen und kleinen Kunstwerken wie Täschchen, Kunstkarten usw. Begrüsst wurden die Ankommenden mit beschwingter Querflötenmusik von Albert Kaspar.
Die beiden Künstlerinnen hatten sich vorgenommen, sich selbst vorzustellen.
Claudia Maurer
Claudia Maurer erinnerte sich sogar, dass sie in Schmiedrued zur Schule ging und vor dem heutigen Museum jeweils auf den Bus warten musste. Nie hätte sie damals gedacht, dass sie hier einmal ihre Werke ausstellen dürfe. Sie sei schon als Kind sehr kreativ gewesen und machte dann einen Acrylkurs, zusammen mit ihrer Mutter. Seit zwölf Jahren beschäftigt sie sich nun intensiv mit der Malerei und besuchte weitere Kurse. Schliesslich eröffnete sie ein Atelier in Suhr, weil ihre Wohnung zu klein wurde. Hier kann sie sich nach Herzenslust mit Farben beschäftigen. Sie hat blaue, gelbe, grüne und andere Phasen, ihre Bilder entstehen aus dem Bauch heraus und ergiessen sich in wundervolle Farbenkombinationen und -schattierungen. Für ihre Collagen sind ihr alle Materialen recht, sie verarbeitet, was ihr in die Finger kommt.
Elvira Schmed
Sie ist es eher gewohnt, die Vernissagerede für andere Künstler zu machen. Sich selber vorzustellen sei ungewöhnlich. Sie sei von Kind auf produktiv und vielseitig gewesen. Ihre Qualitäten entlockte sie jedoch dann befreundeten Gästen. Und so erfuhren die Vernissagegäste von Stimmen aus dem Publikum von der einfühlsamen und akkuraten Arbeit von Elvira Schmed. Zeichnen und Malen gehörten schon von Kindsbeinen an zu ihren liebsten Tätigkeiten. Beim Malen richtet sie sich nicht nach Trends und Modeströmungen. Sie sei nicht marktorientiert. «Ich male Bilder, die mir gut tun!» Dabei bildet sie sich laufend weiter und legt sich nicht auf einen bestimmten Stil fest. Inzwischen beschäftigt sie sich auch mit Skulpturen, zum Teil aus geheimnisvollen Materialien, die im Endeffekt fast wie Bronze aussehen. Den nächsten Schritt will sie mit der Bearbeitung von Ytong machen. Daneben führt sie ein Malatelier, beschäftigt sich als Malpädagogin und mit Maltherapie. Zudem gibt sie Kurse für Menschen mit geistigem Defizit.
Im Rahmen der Ausstellung
Elvira Schmed ist auch morgen Freitag, 13. September, um 19.30 Uhr im Webereimuseum zu sehen und zu hören. Im Rahmen der Ausstellung gestaltet sie zusammen mit Christian Oberli einen spannenden Abend mit Geschichten und Erzählungen. Dies bei freiem Eintritt.