Der Schulweg ist sicherer geworden
12.09.2024 MuhenNeue, rote oder gelbe und entsprechend auffällige Strassenmarkierungen sorgen in Muhen für mehr Sicherheit auf dem Schulweg.
KF. Es ist nicht zu übersehen: Zwei Kreuzungen in Muhen wurden grossflächig rot markiert, es gibt zusätzliche ...
Neue, rote oder gelbe und entsprechend auffällige Strassenmarkierungen sorgen in Muhen für mehr Sicherheit auf dem Schulweg.
KF. Es ist nicht zu übersehen: Zwei Kreuzungen in Muhen wurden grossflächig rot markiert, es gibt zusätzliche Fussgängerstreifen in den Quartieren und neue gelbe Markierungen, welche ein Trottoir symbolisieren. Während den Sommerferien hat Muhen mit viel Farbe dafür gesorgt, dass der Schulweg sicherer und spannender wird.
Drei Gemeinderäte, die Schulleiterin und eine Kindergartenabteilung haben Anfang September an einer kleinen, symbolischen Inbetriebnahme s Schulwegsicherung gefeiert. Die Gruppe steht an der Kreuzung Rosenweg – Altersheimstrasse. Die ganze Kreuzung wurde in den Sommerferien grossflächig mit roter Farbe markiert.
Der Grund dafür: Im Rahmen der Erlangung des Labels «Kinderfreundliche Gemeinde» hat sich die Gemeinde Muhen dazu verpflichtet, der Schulwegsicherheit besondere Beachtung zu schenken. Unter der Leitung von Valentina Gagg von der Jugendarbeit Entfelden - wurde zusammengetragen, welche Massnahmen nötig sind. Zu diesem Zweck wurde eine Projektgruppe gegründet. An zwei Schulwegbegehungen konnten Schülerinnen und Schüler vor Ort gleich selber angeben, was sie als gefährlich empfinden und wie man einige neuralgische Punkte entschärfen könnte.
Die rote Kreuzung ist einer von vier Hotspots, eine weitere rote Kreuzung ist beim Bereich Stöcklimatt/Leinstrasse. Zwei weitere Hotspots sind die Kreuzung Multenrain/Schwabistalstrsase und in Obermuhen die Kreuzung Gehrenstrasse/Talstrasse/Spätrain, hier sorgen zwei Fussgängerstreifen und ein so genannter «Aargauer Streifen» für mehr Sicherheit. So werden gelbe und schraffierte Markierungen am Strassenrand genannt, die ein fehlendes Trottoir symbolisieren.
Neue Markierungen kommen gut an
«Am besten gefällt mir die rote Farbe», sagt eines der anwesenden Kinder der Kindergartenabteilung von Marlen Richner bei der Eröffnung der Schulwegsicherheit. Ein anderes Kind findet die «Haifischzähne» schön, die weissen Dreiecke am Anfang und am Ende der roten Kreuzung, andere zeigen auf die gelben Füsse, welche zeigen, wo sie die Kreuzung am besten überqueren können, ein Mädchen zeigt auf das Warndreick «Schule», andere auf die Infotafel der Gemeinde, welche auf das Label «Kinderfreundliche Gemeinde» hinweist.
Für Schulleiterin Petra Hess, Vizeammann Gertrud Jost und die Gemeinderäte Hanspeter Brunner und Nils Hunziker ist die Sicherheit des Schulweges von zentraler Bedeutung. Nach der Einführung von Tempo 30 auf Muhens Nebenstrassen kamen in den Sommerferien nun die farblichen Markierungen hinzu. «Wir konnten mit diesen ersten Massnahmen schon einiges verbessern», sagt Nils Hunziker. Weitere Massnahmen sind für nächstes Jahr geplant, erklärt Hanspeter Brunner, insbesondere im Bereich der Schulstrasse, die zur «Begegnungszone» werden soll und der Unterführung beim «Berchtold», die optimiert werden soll. Am liebsten möchte die Gemeinde diese Unterführung bis zur anderen Seite der Hauptstrasse verlängern, doch dies ist bautechnisch nicht möglich wegen vorhandenen Leitungen. Hier ist weiterhin ein Lotsendienst im Einsatz. Schwierig und unbefriedigend ist die Situation entlang der Hauptstrasse und beim ungeschützten Bahnübergang beim Bahnhof. Hier ist die Gemeinde zwar im Gespräch mit der WSB, respektive der AVA, besitzt jedoch nicht die Hoheit, um Massnahmen zu beschliessen.
So war die Einweihung nur der Abschluss der ersten Etappe. Weitere Massnahmen sind nötig und werden kommen. Alles mit dem Ziel, den Schulweg für Muhens Kinder noch sicherer zu machen und dem Label «Kinderfreundliche Gemeinde» gerecht zu werden. Übrigens: Die beiden «roten Kreuzungen» in Muhen sind Aufmerksamkeitsfelder für Fahrzeuge und keine Vortrittsflächen für grosse und kleine Fussgänger.

