Prognosen für den Sommerverkehr: noch schlechter als erwartet
11.07.2024 AutoSommerzeit ist Ferienzeit, sowohl in der Schweiz als auch in den Nachbarländern, und damit auch Zeit für unzählige Staus. In den nächsten zwei Monaten wird das Verkehrsaufkommen wieder sehr hoch sein, was auch auf Schweizer Strassen zu langen Staus führen kann. ...
Sommerzeit ist Ferienzeit, sowohl in der Schweiz als auch in den Nachbarländern, und damit auch Zeit für unzählige Staus. In den nächsten zwei Monaten wird das Verkehrsaufkommen wieder sehr hoch sein, was auch auf Schweizer Strassen zu langen Staus führen kann. Der voraussichtlich mehrwöchige Unterbruch der San Bernardino-Autobahn A13 wird die Situation auf den Hauptachsen Richtung Süden weiter verschärfen. Bei Pannen im Ausland kommt es aufgrund der Überlastung des Pannendienstnetzes zu erheblichen Verzögerungen. Der TCS gibt hilfreiche Tipps, um die häufigsten Staus und Pannen zu vermeiden.
In einigen Kantonen haben die Sommerferien bereits begonnen und das Verkehrsaufkommen in Richtung Süden nimmt täglich zu. Zwischen Anfang Juli und Ende August rechnet der TCS mit einem aussergewöhnlich hohen Aufkommen auf Schweizer Strassen, wobei sich vor den Gotthardportalen täglich Staus in beide Richtungen bilden. Besonders am zweiten (13.–14.) und dritten (20.–21.) Juliwochenende, wenn die Schulferien in den Niederlanden sowie in drei und anschliessend in fünf deutschen Bundesländern beginnen, wird es zu Staus kommen. Bereits im vergangenen Jahr erreichten die Staus vor dem Nordportal in Richtung Süden mit 15 beziehungsweise 16 Kilometern Rekordwerte.
Verschlechterung nach Sperrung der A13
Diese Verkehrsprognose dürfte sich noch verschärfen, nachdem im Misox ein Teilstück der San Bernardino-Autobahn A13 durch einen Erdrutsch zerstört und diese Strecke gesperrt wurde. Gemäss ASTRA fuhren im Juli 2023 täglich rund 12’400 Fahrzeuge in beide Richtungen durch den San Bernardino-Tunnel – mit Spitzenwerten von über 24’000 Fahrzeugen. Im darauffolgenden Monat fuhren täglich 13’200 Fahrzeuge durch den Tunnel. Im Vergleich dazu nahm der Gotthard im Juli 2023 26’200 beziehungsweise 26’500 Fahrzeuge pro Tag in beide Fahrtrichtungen auf – mit Spitzenwerten von 36’700 Fahrzeugen. Das ASTRA kündigte die teilweise Wiedereröffnung der gesperrten Strecke in drei bis vier Wochen an. Die Situation könnte sich durch die Sperrung des Arlbergtunnels aufgrund von Sanierungsarbeiten bis zum 22. November 2024 zu einem späteren Zeitpunkt zuspitzen.
Lange Warteschlangen am Gotthard
Die A13 wird oft als Ausweichstrasse genutzt, wenn sich auf der Autobahn A2 vor dem Gotthardtunnel grosse Staus bilden. Die Sperrung der A13 wird zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen und damit zu erheblichen Staus auf der Gotthardachse führen. So ist in diesem Sommer mit Staus zu rechnen, die zehn Kilometer vor den beiden Tunnelportalen deutlich überschreiten werden. Die Verkehrsspitzen werden zwischen Freitag und Montag erwartet. Um lange und anstrengende Wartezeiten zu vermeiden, reist man am besten unter der Woche zwischen Dienstag und Donnerstag ins Tessin. Grundsätzlich lohnt es sich immer, frühmorgens oder spätabends zu fahren. Bereits am letzten Juliwochenende (27.–28.) startet die Rückfahrt in den Norden, wobei an den ersten beiden Augustwochenenden bis zu zehn Kilometer lange Warteschlangen vor dem Südportal des Gotthard-Tunnels entstehen können. Auch für Rückfahrten ist Dienstag der günstigste Reisetag.

