Gärtner, Maulwurfjäger und auch Totengräber?
08.05.2024 SchwarzenbachDie grosse Fangemeinde der Theatergruppe Schwarzenbach weiss es längst: Jahr für Jahr sind die Theaterleute ein todsicherer Tipp für ein Theatervergnügen der Extraklasse. Und wenn es sich wie im aktuellen Stück um eine Kriminalkomödie handelt, dann ...
Die grosse Fangemeinde der Theatergruppe Schwarzenbach weiss es längst: Jahr für Jahr sind die Theaterleute ein todsicherer Tipp für ein Theatervergnügen der Extraklasse. Und wenn es sich wie im aktuellen Stück um eine Kriminalkomödie handelt, dann wird’s richtig gut, mörderisch gut. Unter der bewährten Regie von Beat Furrer ist der Theatergruppe einmal mehr eine grandiose Leistung gelungen. Heute Mittwoch sowie am kommenden Freitag- und Samstagabend geht «Der Gärtner und der Maulwurf» in die nächste Runde.
hg. Mörderisch gut ist die jüngste Inszenierung der Theatergruppe Schwarzenbach, welche unter der langjährigen und bewährten Regie von Beat Furrer die Kriminalkomödie «Der Gärtner und der Maulwurf» auf die Bühne bringt. Herrlich ist es mitzuerleben, wie die Schauspieler in ihre jeweiligen Rollen schlüpfen, ihnen Leben einhauchen, treffsicher auf die Lachmuskeln des Publikums zielen und mit gekonnter Mimik und Gestik zu brillieren wissen. Es lebt das Stück von bissigen Wortwechseln, ideenreichen Verwandlungen, überraschenden Einfällen, mörderischen Absichten, heldenhaften Einsätzen und vor allem aber von spürbar viel Spielfreude und Herzblut aller Schauspieler.
Schüsse zur Geisterstunde
Es finden sich die Zuschauer in der Lobby oder im Rittersaal eines alten Landschlosses wieder, dessen letzte Stunde längst schon geschlagen hat. Die Hotelgäste erwartet in den maroden Gemäuern grusliger Charme inklusive Gespensterspuk, mörderische Begegnungen zur Geisterstunde, unerwartete Erkenntnisse und ein Schlossgarten, der so manch ein Geheimnis verbirgt. Turbulent geht es also auf dem Schloss von Albert von Burg (gespielt von Markus Rast) zu und her. Die Absichten seiner Ehefrau Madeleine (Irene Stadelmann) – als gefühlvoll wie ein Gefrierschrank betitelt – scheinen mehr als zweifelhaft. Oder ist es lediglich ein Zufall, dass ihre drei vorherigen Ehemänner allesamt frühzeitig das Zeitliche gesegnet haben? Scheinbar mehr am Geld als an ihrem Mann interessiert, will sie das Schloss verkaufen, Investor Sven Kuster (Rolf Kunz) und seine Frau Lavinia (Martina Beer) weilen als Gäste auf dem Anwesen. Ebenso Dora (Ramona Würgler) und Mario (Simon Fankhauser), welche sich als Kunstexperten und Geologen ausgeben, eigentlich aber auf der Suche nach einem Geheimgang sind. Überhaupt scheint ein jeder in dieser Geschichte in verschiedenster Funktion und Tarnung unterwegs zu sein. Der Kommissar (Philippe Hochstrasser) gibt sich als Tier- und Umweltforscher aus, die Detektivin (Sabrina Muff) kommt als Nonne angereist und sorgt für göttlichen Beistand in diesem Drama, die Hausdame (Ruth Bühlmann) hat ihre ganz eigenen Absichten, genauso wie das Dienstmädchen (Rebecca Baumgartner) oder die Notarin (Luzia Hunziker), die in ganz besonderer Mission unterwegs sind. Und dann ist da natürlich noch der Gärtner Henry (Bruno Stadelmann), der gleichzeitig als Kellner, Portier und Butler amtet und dem Maulwurf im Schlossgarten – und vielleicht nicht nur diesem – an den Kragen will.
Zur Geisterstunde hin scheinen die Schlossbewohner besonders aktiv zu sein, da wird es gruslig in den alten Gemäuern, es fällt der eine oder andere Schuss und es verschwindet die eine oder andere Person. Kurz, es geht turbulent zu und her – mörderisch gute Unterhaltung ist garantiert.
Drei weitere Vorstellungen
Ob sich am Schluss die allgemeine These auch hier bewahrheitet und der Gärtner der Totengräber ist, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Genauso wenig, ob die Ehefrau tatsächlich ein mörderisches Spiel treibt, wer am Schluss in Handschellen abgeführt wird, wem die nächtlichen Schüsse gelten und ob der Maulwurf das Ganze überlebt. Des Rätsels Lösung ist heute Mittwoch, 8. Mai sowie am Freitag und Samstag, 10. und 11. Mai, jeweils um 20 Uhr in der Mehrzweckhalle von Schwarzenbach zu erfahren. Aber Achtung: probieren Sie auf keinen Fall den von der Schlossherrin zubereiteten Tee! Lassen Sie sich vielmehr vom Team der Bräntetätscher verköstigen. Die Guggenmusig unterstützt die Theatergruppe Schwarzenbach übrigens bereits seit 30 Jahren an ihren Theaterabenden.
Premieren gibt es an den diesjährigen Theaterabenden auch, so schlüpft Sabrina Muff erstmals in eine Rolle. Bislang engagierte sie sich in der Theatergruppe als Souffleuse, diesen Part an der Seite von Edith Isenegger übernimmt neu Brigitte Schurtenberger.





