rc. Bei den Burgern, aber auch bei vielen Menzikern, kam die Idee des Gemeinderates Menziken nicht so gut an. Dieser wollte den bald 90-jährigen Burger Brauch abschaffen, wonach eine Fahne gehisst wird, wenn ein Neugeborenes das Licht der Welt erblickt hatte. Die Schweizer Fahne für ...
rc. Bei den Burgern, aber auch bei vielen Menzikern, kam die Idee des Gemeinderates Menziken nicht so gut an. Dieser wollte den bald 90-jährigen Burger Brauch abschaffen, wonach eine Fahne gehisst wird, wenn ein Neugeborenes das Licht der Welt erblickt hatte. Die Schweizer Fahne für einen Buben, die Aargauer Fahne für ein Mädchen. Nachdem der Brauch in der fusionierten Gemeinde vorerst noch beibehalten wurde, argumentierte der Gemeinderat anlässlich der Abschaffung, es seien mittlerweile so viele Geburten, dass man kaum mehr nachkommen würde mit dem Hissen der Fahnen. Ein Blick in die Geburtenstatistik von Menziken zeigt, dass im letzten Jahr in beiden Ortsteilen zusammen 75 Geburten zu verzeichnen waren. Zudem ist der Informationsfluss inzwischen so holprig geworden, dass oft Wochen vergehen, bis man eine Geburtsmeldung erhalten habe, hiess es aus dem Gemeindehaus weiter. Der Verkehrsverein Burg fand nun aber Gehör, als er sich für die Beibehaltung der Tradition stark machte. Neu werden Eltern aufgefordert, die Gemeinde über den Familienzuwachs zu informieren, wenn sie dafür eine Fahne gehisst haben wollen. Zur Feier des positiven Bescheids trafen sich Vertreter der Gruppierung am Ort des feierlichen Fahnenhissens und drückten mit der Präsentation der beiden Flaggen ihre Freude über den geglückten Dialog aus. (Bild: zVg.).