Wer am Samstag in der Mehrzweckhalle Fahrwangen am Glücksrad drehte, gewann kein Geld. Er lernte dazu, beispielsweise wie man ein Handgelenk richtig bandagiert. Es galt: Keiner zu klein, Samariter zu sein. Zur Belohnung warteten Leckereien in der Kaffeestube.
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Wer am Samstag in der Mehrzweckhalle Fahrwangen am Glücksrad drehte, gewann kein Geld. Er lernte dazu, beispielsweise wie man ein Handgelenk richtig bandagiert. Es galt: Keiner zu klein, Samariter zu sein. Zur Belohnung warteten Leckereien in der Kaffeestube.
grh. «Als ich die Idee einer Abteilung für Kinder ansprach, waren Kolleginnen und Kollegen eher skeptisch», erinnert sich Franziska Buri vom Samariterverein Fahrwangen-Meisterschwanden. Also sei man 2011 erst einmal provisorisch gestartet. «Aber schon damals mit 20 Kindern zwischen 6 und 16 Jahren. 2012 haben wir dann für die offizielle Gründung einige Trägervereine überzeugt.» Natürlich war Fahrwangen-Meisterschwanden mit von der Partie. Aber auch Seengen, Sarmenstorf, Bettwil und Egliswil beteiligten sich an der Help-Gruppe Hallwilersee, die heute zu den grössten im Mittelland zählt. «Egliswil hat sich leider in der Zwischenzeit aufgelöst. Doch seit 2014 ist Seon mit dabei.»
Das Konzept der «Helpis» hat sich schnell bewährt. An einem Samstag pro Monat finden von 14 bis 17 Uhr Übungen statt. Das Motto lautet: «Helfen - Erleben - Lernen - Plausch». Mindestens einmal pro Jahr treffen die «Helpis» auch auf die grossen Samariter. «Gemeinsam mit einem der Trägervereine zu üben, finden die Mädchen und Buben besonders spannend.» Die Erwachsenen staunten oft über das Wissen des Nachwuchses. Apropos: Wie viele «Helpis» treten später tatsächlich in einen Samariterverein ein? Franziska Buri schmunzelt: «Vor einem Jahr hat der Samariterverein Freiamt+ zwei neue Mitglieder bekommen und seit kurzem besucht ein weiteres ehemaliges Helpi die Übungen des SV Seengen.» Aber solche Wechsel könne man nicht planen. «Die Kinder sind unglaublich wissbegierig und haben Freude daran. Gleichzeitig hat die Schule grossen Einfluss auf ihren Alltag. Man denke da an den Übertritt in die Oberstufe. Aus diesen Gründen herrscht auch eher Mangel an Leitern.»
Sicherheit der Kinder
Doch Franziska Buri ist guten Mutes, geniesst die Freude des Jubiläums. «Nach Corona hat sich unsere Mitgliederzahl kurzfristig fast verdoppelt. Heute liegt der Durchschnitt bei 35.» Das Wissen der Samariter sei also nach wie vor gefragt. Und mit den «Helpis» trage man gleichzeitig zur Sicherheit der Kinder bei, weil sie Notfälle besser einschätzen könnten. «Viele gute Gründe zu feiern», sagt die Teamleiterin und beobachtet mit einem Lachen die spielenden Kinder in der Mehrzweckhalle. In der Kaffeestube sitzen die Eltern zusammen. «Es ist ein schöner Moment – ein guter Start in die kommenden Jahre.»