Weil die Neujahrs-Anlässe vielerorts abgesagt wurden, hat das Wynentaler Blatt den Behördenmitgliedern der Region die Möglichkeit gegeben, ihre Gedanken zum neuen Jahr in unserer Zeitung zu publizieren.
Liebe Leserin, lieber Leser
Das Jahr 2021 war wie ...
Weil die Neujahrs-Anlässe vielerorts abgesagt wurden, hat das Wynentaler Blatt den Behördenmitgliedern der Region die Möglichkeit gegeben, ihre Gedanken zum neuen Jahr in unserer Zeitung zu publizieren.
Liebe Leserin, lieber Leser
Das Jahr 2021 war wie das Jahr 2020 sehr anspruchsvoll für uns alle. Schon in den letztjährigen Neujahrsansprachen wurde die Covid-19-Pandemie thematisiert und alle hofften auf ein baldiges Ende. Nun stehen wir wieder vor einem Punkt, in dem die Pandemie überhandzunehmen droht.
Trotzdem gilt es positiv ins neue Jahr zu blicken. Zumindest aus numerischer Sicht ist das Jahr 2022 sehr speziell. In der Jahreszahl kommt dreimal die Ziffer 2 vor. Das letzten Mal, als die Jahreszahl drei gleiche Ziffern enthielt, war vor 23 Jahren. Eine solche Zusammensetzung wird es erst in 89 Jahren wieder geben. Das bedeutet, einige unter uns, mich eingeschlossen, werden eine Zahl mit drei gleichen Ziffern nicht mehr erleben. Schon dies ist ein Grund, das Jahr 2022 voll auszunützen.
Gesellschaftlich und politisch hoffe ich, dass die Debattenkultur im Jahr 2022 wieder sachlicher wird. Das Leitmotiv jeder Diskussion sollte lauten: Hart in der Sache aber freundlich im Ton. Der freundliche Ton ist leider in der letzten Zeit oft auf der Strecke geblieben. Besonders in der nationalen Politik haben sich die verbalen Entgleisungen gehäuft und man stellt sich die die Frage, ob sich die Parlamentarierinnen und Parlamentarier ihrer Vorbildfunktion noch bewusst sind. Politische Diskussion werden mittlerweile so dogmatisch geführt, dass eine typische Schweizer Kultur-Eigenschaft verloren geht: die Kompromissfindung. Für eine gute Kompromissfindung braucht es neben der Fähigkeit gut zu argumentieren auch die Fähigkeit gut zuzuhören. Nur so entsteht eine gesittete Debattenkultur.
Trotz der schwierigen Lage, in welcher wir uns aktuell befinden, gilt es positiv zu bleiben, nach vorne zu schauen und das Beste aus der aktuellen Situation zu machen. Oder in dem Wort von Henry Ford: «Es hängt von dir selbst ab, ob du das neue Jahr als Bremse oder Motor nützen willst.»
Lukas Spirgi Gemeindeammann Leutwil