«Mit Zusammenhalt Lösungen finden»
05.08.2021 Politik, HirschthalDie Bundesfeier im Hirschthal fand nach dem Unterbruch im vergangenen Jahr wieder im gewohnten Rahmen statt – mit Festreden, Gesang und einem feinen Mittagessen. Sowohl Nationalrätin Maja Riniker wie auch Gemeindeammann Peter Stadler erinnerten in ihrer ...
Die Bundesfeier im Hirschthal fand nach dem Unterbruch im vergangenen Jahr wieder im gewohnten Rahmen statt – mit Festreden, Gesang und einem feinen Mittagessen. Sowohl Nationalrätin Maja Riniker wie auch Gemeindeammann Peter Stadler erinnerten in ihrer Ansprache an die Vergangenheit dieses Landes, als der Zusammenhalt immer wieder gute Lösungen hervor gebracht habe.
rc. Gemeindeammann Peter Stadler begrüsste die gut 200 Hirschthaler und Hirschthalerinnen mit viel Selbstbewusstsein: «Während Gemeinden rund um uns herum ihre Bundesfeiern reihenweise abgesagt haben, führen wir sie bewusst durch, in der festen Überzeugung, dass es für unsere Gesellschaft sehr wichtig ist, mal wieder aus dem Corona-Modus herauszukommen». Vieles an diesem Tag erinnerte tatsächlich daran, wie es vor der Pandemie war. Gogo’s Partyband stand auf der Bühne, der Damenturnverein versorgte die Anwesenden mit Speis und Trank und im Saal begegnete man Menschen, die man lange nicht mehr an einem solchen Anlass treffen konnte. «Zu Recht dürfen wir stolz sein auf unser Land und die Leistungen unserer Vorfahren», fuhr Stadler fort und ergänzte, dass man in den Medien heute zwar täglich über die Pandemie informiert wird, «wir dürfen aber feststellen, dass es noch nie so vielen Menschen so gut gegangen ist wie heute.» Das könne man nur beibehalten, wenn die Arbeit bis in die lokale weiter geführt werde, doch beobachte er mit Bedauern, dass das Volk sich immer mehr aus der Gemeindepolitik verabschiede, was einigen wenigen Leuten immer mehr Macht gebe.
Zusammenhalt bringt Lösungen
Als Festrednerin konnte Stadler schliesslich Nationalrätin Maja Riniker begrüssen, die mit ihrem Ehemann und den drei Kindern angereist war. Schon letztes Jahr wäre die Politikerin zu Gast gewesen, wenn nicht Corona einen Strich durch die Pläne gemacht hätte. Um so mehr freute sich der Gemeindeammann, dass Riniker auch für dieses Jahr sofort zugesagt habe. Die Suhrerin bedankte sich für die Einladung und unterstrich ebenfalls, dass ein Anlass wie die Bundesfeier wertvoll sei und ähnlich wie Abgrenzungsposten an einer Skipiste, Halt und Orientierung gebe. «Wir haben Glück, dass wir diese Pandemie in einem Land wie der Schweiz durchmachen konnten.» So gab sie den Anwesenden zu verstehen, dass es unser Land viel schlimmer hätte treffen können. Die Pandemie habe aber auch andere Probleme aufgedeckt, zum Beispiel die globale Abhängigkeit. «Als im viertgrössten Hafen Chinas das Virus ausgebrochen war, liefen keine Schiffe mehr ein, keine Schiffe mehr aus. Güter wie Computer-Chips blieben stecken und legten die Produktion in der ganzen Welt lahm». Man stelle sich vor, es ginge nicht um ein elektronisches Gerät, auf das man ja gut verzichten könne, sondern um Medikamente, die nur noch in China produziert werden, mahnte die Nationalrätin. «Es ist die Aufgabe auch von uns Politikern, dass gewisse Produkte wieder hier hergestellt werden können.» Auch das Miteinander in der Schweiz sei zu fördern, etwa indem man die Landessprachen erlerne, das ganze Land erlebe und sich für die Allgemeinheit einsetze. Dann wurde die Rednerin noch etwas politischer: Nur mit Nein Sagen gehe das natürlich nicht. «65 Prozent von Ihnen haben das CO2-Gesetz abgelehnt», hob Riniker den Mahnfinger und fügte an, nicht sie warne vor den Folgen des Klimawandels. «Der 2018 verstorbene Physiker Stephen Hawking tat das, als er sagte, es falle ihm schwer, optimistisch zu sein. «Hawking sagte, wenn die Menschen so weiter machen, drohe ihnen ein Klima wie auf der Venus». Sie sei aber überzeugt, dass es die Schweizerinnen und Schweizer schaffen werden, mit Zusammenhalt eine Lösung finden, wie sie es in der Vergangenheit immer wieder gelungen sei.
Mit grossem Applaus würdigten die Zuhörenden die Wortmeldungen und freuten sich auf eine weitere Normalität: Nach der Nationalhymne ging man über zum gemeinsamen Mittagessen, und dem Gedankenaustausch mit Menschen, die man lange nicht mehr an einem solchen Anlass treffen konnte.



