Corona und Wetter als Herausforderung
22.07.2021 Familie, SchöftlandNach dem grossen Erfolg vom letzten Jahr haben die Mitarbeitenden der katholischen Pfarrei Heilige Familie in Schöftland zum zweiten Mal ein Sommertageslager für Kinder vorbereitet, weil – wie bereits im letzten Jahr – wieder viele Familien nicht verreisen konnten. ...
Nach dem grossen Erfolg vom letzten Jahr haben die Mitarbeitenden der katholischen Pfarrei Heilige Familie in Schöftland zum zweiten Mal ein Sommertageslager für Kinder vorbereitet, weil – wie bereits im letzten Jahr – wieder viele Familien nicht verreisen konnten. Dass nicht nur die Corona-Massnahmen eingehalten werden mussten, sondern auch noch das Wetter total verrückt spielte, wurde für das Organisationsteam eine Riesenherausforderung. Von fünf Tagesabläufen mussten drei kurzfristig total umgekrempelt werden.
st. Der Montag verlief eigentlich noch ganz normal nach Plan, alles sah gut aus. Dann aber kam der grosse Regen, und kurz vor dem Mittagessen am Dienstag musste der Besuch bei der Feuerwehr abgesagt werden. Die Feuerwehrleute hatten wahrlich anderes zu tun. Improvisation war angesagt. Nicht durchgeführt werden konnte beispielsweise eine Flusswanderung, weil diese mit über 40 Kindern zu gefährlich gewesen wäre. Dank der Grosszügigkeit des Kirchenrates konnten originelle Alternativen ins Auge gefasst werden, so zum Beispiel ein Besuch im Verkehrshaus in Luzern am Donnerstag. Dank der Tatsache, dass die Hin- und Rückfahrt mit der Bahn vorgesehen war, konnte diese Aktivität tatsächlich stattfinden. Auch der spontane Besuch der Minigolf-Indooranlage stiess auf reges Interesse. «Zum Teil merkten die Kinder gar nicht, dass das Programm geändert werden musste», so Pfarreileiter Beat Niederberger anlässlich der Abschlussfeier. Auf das Übernachten in der Kirche, welches vom Donnerstag auf den Freitag hätte stattfinden sollen, wurde verzichtet, weil die Kinder ohnehin viel Zeit drinnen verbringen mussten. Man wollte die Corona-Situation nicht noch mehr ausreizen, obwohl die Kinder diesen Entschluss am meisten bedauerten. Schliesslich stand am Freitagmorgen noch die Klosterbesichtigung in Muri auf dem Programm.
Vier Gruppen – vier Themenkreise
Unter dem Gesamt-Motto «über Stock und Stein» wurden vier Gruppen gebildet. Dazu gehörten das Waldtheater, das Bemalen grosser Fahnen, Speckstein bearbeiten, sowie Kochen und Backen. Dabei entstanden tolle Sachen mit farbenfrohen Fahnen, fantasievollen Figuren und köstlichen Kreationen, beispielsweise aus dem Pizzaofen. Anlässlich der Abschlussfeier im Kirchensaal am Freitagnachmittag kamen die Besucher aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die verschiedenen Arbeiten und Ausstellungsgegenstände wurden kommentiert. Eine Geschichte, die mitten in der steinigen Wüste spielte und die dazugehörigen Lieder bereicherten die kurze Feier.
Emotionsreiche Verabschiedung
Als Simon Koller vor zwei Jahren seine Praktikumsstelle in der katholischen Pfarrei Heilige Familie in Schöftland antrat, steckte er voller Pläne, die er alle umsetzen wollte – dann kam Corona, und er musste alles umkrempeln. Nichts mehr lief nach Plan, und so war er eigentlich gut gewappnet für diese Tageslagerwoche. Umkrempeln ist er sich gewohnt. Er hatte in diesen zwei Jahren viel auf die Beine gestellt und war eine echte Bereicherung. Leider endete damit auch das Engagement von Simon Koller in Schöftland. Er wurde mit viel Emotionen verabschiedet. Die Kinder mochten ihn gerne, und beim Team wird er eine schmerzliche Lücke hinterlassen.
Aber dann folgte auch schon der letzte Höhepunkt der Woche: Das Koch- und Backteam hatte einen erfrischenden Apéro vorbereitet, der rundum genossen werden konnte – bei abendlichem Sonnenschein notabene.




