Hohe Qualität bei den RV-Hallwil-Master
16.08.2019 EgliswilDrei Tage herrschte Hochbetrieb auf dem Springplatz des Reitvereins Hallwil. Elf Reiterpaare machten im Stechen über sieben Hindernisse mit acht Sprüngen die anspruchsvolle Konkurrenz in der Kategorie R/N125 am letzten Tag unter sich aus.
aw. Von fünf ...
Drei Tage herrschte Hochbetrieb auf dem Springplatz des Reitvereins Hallwil. Elf Reiterpaare machten im Stechen über sieben Hindernisse mit acht Sprüngen die anspruchsvolle Konkurrenz in der Kategorie R/N125 am letzten Tag unter sich aus.
aw. Von fünf fehlerfreien Reitern absolvierte Nicole Bruhin den Parcours in der schnellsten Umlaufzeit, 43.92 Sekunden leuchteten auf der elektronischen Anzeigetafel auf. An ihrer Zeit bissen sich in einem dramatischen Stechen die noch ausstehenden Reiterpaare die Zähne aus. Der unbedingte Siegeswille trieb die 14-jährige Stute Ladina zu top Sprungleistungen und kurzen Wegen zwischen den Hindernissen an. So könnten es wohl die meisten Zuschauer registriert haben, die den Umgang mit Aufmerksamkeit verfolgten. Der Sieg kam zwar unerwartet, aber nicht unverhofft. Wer das Stechen erreicht, will schliesslich auch gewinnen. An den Zeitvorgaben orientieren sich Reiterinnen und Reiter. Entstehender Druck erhöht die Risikobereitschaft und ist trotz aller Professionalität verantwortlich für Fehler an Hindernissen, die schon als überwunden gelten. Einer, der ans Siegen gewohnt ist, hatte im ersten Umgang Pech, der 11-jährige Schimmelwallach Deejee riss sich im ersten Umgang ein Hufeisen ab, der Hufschmied musste gerufen werden. Zur Beruhigung trägt das weder für Reiter noch Ross bei. Roger Humnus wollte die RV-Hallwil-Masters R/N125 für sich entschieden. Zumindest schätzte er eigene Leistungsfähigkeit und die seines Pferdes vor Prüfungsbeginn so ein. Ein Abwurf im Stechen war dann einer zu viel. Spannung und Dramatik begleiteten die Prüfungen, wie Sonne und Regen. Dass es dabei zu kleineren Zwischenfällen kommen kann, bleibt nicht aus, wenn die Pferde auf schlammigem Untergrund keinen Halt finden. Im Stechen setzte gar kurzzeitig und unerwartet starker Niederschlag ein. Dass elf Reiterpaare das Stechen erreichten, spricht für die hohe Qualität von Reiter und Ross in der Konkurrenz.
RV Hallwil erfolgreich
Bernhard Baumgartner vom Kavallerieverein Freiamt entführte mit Simon in der Kategorie R/N120 ebenso die Siegerlorbeeren wie Nicole Bruhin vom Reitverein Aarau in der R/N125-Konkurrenz auf Ladina. Der veranstaltende RV Hallwil glänzte jedoch mit einer Vielzahl an makellosen Reiterpaaren. So blieben Kendrick von Hofe auf Music De Muce, Kerstin Häusermann mit Lolita vd Bisshop und Hanspeter Schlatter auf Viola Pearl in der 120R/N-Prüfung fehlerfrei. Kerstin Häusermann wiederholte das Kunststück in der R/N-125-Wertung mit dem gleichen Pferd. Dazu gesellte sich Melissa Pichierri auf Lazy Luiz. Beide Reiterpaare blieben auch im Stechen ohne Fehler und rangierten auf den Plätzen 3 und 4. Kendrick von Hofe kam mit seinen beiden Pferden Music De Muce und Diva Tame mit einem Abwurf durch, während sich Melissa Pichierri mit ihrem zweiten Pferd Fayrland ebenso acht Fehlerpunkte einhandelte wie OK-Präsidentin Janine Schlatter mit ihrer 14-jährigen Stute Viktoria.
Verbundenheit mit dem Reitsport
Die Familie Schlatter engagiert sich seit Generationen im Reitverein. Dass nun die 23-jährige Janine Schlatter die Organisation mit einem starken Team im Rücken übernommen hat, zeigt die Verbundenheit mit dem Reitsport. Alfred Aeschlimann übernahm das Präsidentenamt des Reitvereins Seon von der langjährigen Präsidentin Nicole Thill. Dem Organisationskomitee steht sie weiterhin im Sekretariat zur Verfügung. Ob die Verjüngung im Vorstand und in der Turnierorganisation ein Grund ist, dass der RV Hallwil in letzter Zeit zahlreiche neue und junge Mitglieder verzeichnen kann? Tatsache ist es jedenfalls, wie OK-Präsidentin Janine Schlatter zufrieden anmerkte.




