Das «Mutterschiff» sucht neue Chefs
06.08.2019 Werbung, MenzikenSchon an den drei Festival-Tagen hielt sich das Gerücht hartnäckig, jetzt ist die Katze aus dem Sack: Wenn sich keine neuen OK-Mitglieder und Helfer melden, die das «Mutterschiff» weiterführen, findet 2020 auf dem Herzog-Areal zum letzten Mal ein Openair ...
Schon an den drei Festival-Tagen hielt sich das Gerücht hartnäckig, jetzt ist die Katze aus dem Sack: Wenn sich keine neuen OK-Mitglieder und Helfer melden, die das «Mutterschiff» weiterführen, findet 2020 auf dem Herzog-Areal zum letzten Mal ein Openair statt.
rc. Es ist keine frohe Botschaft, die am Ende einer durchwegs positiven Bilanz den Schlusspunkt unter das 17. «Mutterschiff Openair» setzt. Besucherrekord, gute Stimmung, gelungenes Line-Up – und dann das: «Ab 2021 möchten sich Teile des OK neuen Herausforderungen stellen und haben sich deshalb entschieden, ihr Amt abzugeben», heisst es in einer Mitteilung. Das bedeutet nicht weniger als das Ende des Openairs – es sei denn, es werden neue Helfer und vor allem neue Chefs gefunden.
Insbesondere ist das Aufbau-Team betroffen. Beim Aufbau geben viele Helfer zwei Ferienwochen her, um den Arbeiten auf Platz unentgeltlich nachzukommen. Allen voran Fabian Meier, der als Leiter des Aufbau-Teams Pläne zeichnet, das nötige Material disponiert und schliesslich für alle Bauten verantwortlich ist. Meier hat ein Team um sich herum gebildet, das sich beim Abgang ihres Chefs mehr oder weniger auch auflöst. Ebenfalls per 2021 vakant sind die Positionen Finanzen, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Leitung des Gastro-Bereichs, wo Bestellungen, Lieferungen, Einsatzplanungen bis hin zur Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zu den wichtigsten Aufgaben im OK gehören.
Man kann von einem bevorstehenden «Generationenwechsel» sprechen – vorausgesetzt es finden sich neue Kräfte. Einige der OK-Mitglieder und Helfer sind seit Anfang an, also seit 16 Jahren dabei. Über die Gründe muss deshalb nicht spekuliert werden: Man ist mit dem Mutterschiff erwachsen geworden, man hat inzwischen Familien gegründet und ist andere Verpflichtungen eingegangen. Jetzt ist wohl einfach die Zeit gekommen, jüngeren Kräften Platz zu machen.
2020 findet Openair noch sicher statt
Das alles sei ein sehr wohl durchdachter Entscheid, heisst es. Die Ausgabe 2020 findet aber auf jeden Fall noch statt. Doch ab sofort läuft die Suche nach Helferinnen und Helfer, die ab der Ausgabe 2021 beim Aufbau anpacken wollen und insbesondere nach Leuten, welche Leiterfunktionen übernehmen. Ein Knochenjob, der viel Engagement und Zeit erfordert, darüber muss man sich im Klaren sein. Welche Voraussetzungen noch dafür nötig sind, darüber informiert das OK über openair@mutterschiff.ch.Auch Anregungen und konstruktive Vorschläge sind willkommen. Die Zuversicht könnte im Moment noch etwas grösser sein, räumt Viviane Weber ein: «Für die nächste Ausgabe im Jahr 2020 ist das gesamte Leitungsteam nochmals bereit, diese zahlreichen Stunden für ein tolles Festival zu investieren.» Bis jetzt sei es dem OK jedoch nicht gelungen, einen optimalen Ersatz für die Abgänge zu finden.
Die Herausforderung ist gross, es kann durchaus sein, dass das Mutterschiff schon bald die Segel streicht. Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und es bleibt eigentlich noch genug Zeit, um sich beim OK zu melden. Hier noch einmal die E-Mail-Adresse, bei der man sich melden kann: openair@mutterschiff.ch.

