«Liebe ist das grosse Geheimnis»
Im 1. Johannesbrief heisst es: Gott ist die Liebe. Sie ist wie Gott ein grosses Geheimnis, das grosse Geheimnis des Lebens. Das Reich Gottes, das Reich der Liebe, ist nicht von dieser Welt.
Das Reich Gottes ist ...
«Liebe ist das grosse Geheimnis»
Im 1. Johannesbrief heisst es: Gott ist die Liebe. Sie ist wie Gott ein grosses Geheimnis, das grosse Geheimnis des Lebens. Das Reich Gottes, das Reich der Liebe, ist nicht von dieser Welt.
Das Reich Gottes ist nicht hier und nicht dort, es ist mitten unter euch, und inwendig in euch. Mt. 17.21
Es ist überall, wohl hier, aber nicht dort, weil es immer nur hier und jetzt ist, jenseits der Zeit, hinter aller Zeit, der Raum in dem die Zeit stattfindet, inwendig in euch.
Dieses Reich der Liebe sucht der Mensch! Wir suchen es auf die verschiedensten Arten und an verschiedensten Orten. Wir suchen Glück und Freude, Wärme, Licht, Heilung, Selbstbewusstsein, ein erfülltes Leben. Wir suchen danach, aber wo suchen wir, suchen wir bei Gott, in unserem inneren Tempel?
Wir suchen bei anderen Menschen, bei den Kindern, bei den Partnern, den Geliebten, wir suchen es in der Arbeit in den Dingen, die wir kaufen. Wir suchen es durch unsere Selbstdarstellung, durch unsere Verbesserung des Aussehens, durch unseren Selbstausdruck, alles wichtige Aspekte des Lebens. Der eine sagt, hier kannst du es finden, der andere sagt dort, aber wohin soll ich mich denn wenden?
Das Reich Gottes ist nicht hier und nicht dort, es ist inwendig in euch, es ist mitten unter euch. Mt. 17.21
Es ist uns immer ganz nahe, dass wir gar nicht irgendwohin rennen müssten um es zu finden. Nein, es ist in unserer eigenen Mitte zu finden, der Schatz des Glücks und der Liebe findet sich in unserem Innersten verborgen, in unserem eigenen Herzen, dort wo wir normalerweise gar nicht suchen, wenn wir unsere Aufmerksamkeit nach aussen richten, wenn wir in dieser Welt herumrennen und verzweifelt etwas von der Liebe und vom Glück zu erhaschen suchen, suchen wir hier oder dort.
Wir finden die Liebe, wenn wir die Liebe, die in uns ist nach aussen fliessen lassen, wir tragen sie immer in uns, haben es aber noch nicht bemerkt, so suchen wir sie ausserhalb in irgendetwas, das uns begegnet, als ob wir sie nicht hätten. Wenn wir sie aber geben, dann beginnt die Quelle zu sprudeln und es wird immer mehr und wir müssen sie nicht mehr suchen. Schenken wir uns selbst, schenken wir von unserem innersten Schatz, auch wenn es ganz wenig ist, dann wird es immer mehr werden.
Liebe Gott, die Liebe, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit deinem ganzen Verstand und deinen Nächsten, wie dich selbst. Wer diese Anweisung befolgt, der findet das Reich der Liebe inwendig in sich selbst, der findet die Quelle.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Sonntag.
Esther Worbs, Pfarrerin, ref. Kirchgemeinde Kulm, Teufenthalki