Am Sonntag entschieden die Einwohnergemeinden Aarau und Unterentfelden über den Zusammenschluss. Das Resultat in Unterentfelden fiel extrem knapp aus.
69.9 Prozent Stimmbeteiligung verzeichnete die Gemeinde Unterentfelden am Sonntag bei der kommunalen ...
Am Sonntag entschieden die Einwohnergemeinden Aarau und Unterentfelden über den Zusammenschluss. Das Resultat in Unterentfelden fiel extrem knapp aus.
69.9 Prozent Stimmbeteiligung verzeichnete die Gemeinde Unterentfelden am Sonntag bei der kommunalen Abstimmungsvorlage «Vertrag über den Zusammenschluss der Einwohnergemeinden Aarau und Unterentfelden zur Einwohnergemeinde Aarau». Am Ende machten genau 19 Stimmen den Unterschied aus, denn während 883 Personen für den Zusammenschluss stimmten, so waren 902 dagegen. Aufgrund dieses unvorstellbar knappen Resultats bleibt Unterentfelden eine eigenständige Gemeinde und fusioniert nicht mit dem grossen Nachbarn Aarau.
Das knappe Resultat in Unterentfelden zeigt, wie gespalten die Gemeinde ist. Nun gilt es für das 4500-Seelen-Dorf eine eigene Lösung zu finden. Das wird eine Zusammenarbeit aller Unterentfelderinnen und Unterentfelder benörigen.
In Aarau war das Resultat zum Zusammenschluss deutlicher. 4177 Personen waren dafür während 3757 dagegen waren. Das entspricht einem Ja-Anteil von 52.65 Prozent. Auch wenn hier das Resultat alles andere als euphorisch für die Fusion war, so zeigt es doch, dass in Aarau Offenheit für eine Fusion mit Unterentfelden besteht.
Die Fusionsfrage ist in Unterentfelden aber noch nicht ganz vom Tisch. Das Komitee «gemeinsames Entfelden» sammelt aktuell Unterschriften für eine Initiative, die eine vertiefte Zusammenarbeit oder gar eine Fusion von Unterentfelden mit Oberentfelden anstrebt.
Melanie Köchli